Roots & Colours: Wo Herkunft Farbe bekommt
Es gibt Geschichten, die man nicht erklären muss – man muss sie nur zeigen dürfen.
Genau das ist die Idee hinter Roots & Colours, einem neuen Projekt der Horizon Resource Network e.V. (HRN) im Bezirk Altona. In der Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte hören wir immer wieder denselben Wunsch: einen Raum zu haben, in dem die eigene kulturelle Herkunft, die persönlichen Erfahrungen und die eigene Identität einfach da sein dürfen – ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung. Gleichzeitig fehlt es in unserem Stadtteil an niedrigschwelligen kulturellen Begegnungsformaten, die Jugendliche und Erwachsene bewusst zusammenbringen.
Roots & Colours setzt genau hier an.
Malerei als Sprache
Im Zentrum des Projekts steht ein einfaches, aber kraftvolles Medium: die Farbe. In einem partizipativen Kreativraum bringen Teilnehmende ihre Herkunftskulturen, Familiengeschichten, Sprachen und Lebensrealitäten auf die Leinwand. Aus Pinselstrichen werden Erzählungen, aus Farben wird Dialog – über Generationen hinweg.
Man muss dafür nicht malen können. Es braucht keine Vorkenntnisse, keine künstlerische Ausbildung – nur die Bereitschaft, etwas von sich zu zeigen.
Für wen ist das Projekt?
Roots & Colours richtet sich an intergenerationale Migrantinnen und Migranten mit Wohn- oder Lebensmittelpunkt in Altona:
- Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene ohne Altersobergrenze
- mit einem Schwerpunkt auf Menschen mit afrikanischem und breit diasporischem Migrationshintergrund
- offen für alle Migrationsgeschichten und kulturellen Hintergründe im Bezirk
Pro Workshopsession sind 15 bis 20 Teilnehmende vorgesehen. Erreicht werden sie über bestehende Community-Netzwerke, Kooperationspartner wie Schulen, Beratungsstellen und Jugendeinrichtungen, über Social Media sowie über die Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsort.
Was das Projekt bewirken soll
Kulturelles Erzählen stärken. Malerei wird zum Medium, um Herkunftskulturen, Familiengeschichten und persönliche Erfahrungen kreativ sichtbar zu machen.
Kulturelle Identität sichern. Die eigene Geschichte in Bildern festzuhalten, stärkt das Bewusstsein für die eigene kulturelle Identität – besonders für Jugendliche, die zwischen Herkunfts- und Aufnahmekultur navigieren.
Intergenerationalen Dialog fördern. Jugendliche und Erwachsene arbeiten gemeinsam, tauschen Erfahrungen aus und lernen voneinander – über Generationengrenzen hinweg.
Kulturelle Vielfalt im Stadtteil sichtbar machen. Eine öffentliche Abschlussausstellung macht die Geschichten und Kulturen migrationsgeprägter Altona-Bewohner:innen für den gesamten Stadtteil erfahrbar.
Selbstwirksamkeit und Teilhabe stärken. Die Teilnehmenden gestalten ein kulturelles Angebot aktiv mit und prägen die Öffentlichkeit des Stadtteils mit – ein Beitrag zur kulturellen Selbstermächtigung.
Gemeinschaft aufbauen. Die regelmäßige Begegnung im gemeinsamen kreativen Prozess schafft tragfähige soziale Verbindungen innerhalb der Community.
Der Stadtteil als Leinwand
Am Ende steht nicht nur eine Sammlung von Bildern – sondern eine öffentliche Abschlussausstellung, die Altona einlädt, die Geschichten seiner Bewohner:innen mit anderen Augen zu sehen. Roots & Colours macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: die Vielfalt an Herkünften, Erfahrungen und Identitäten, die diesen Stadtteil ausmachen.
Mehr Informationen zu Roots & Colours und wie du teilnehmen kannst, findest du auf unserer Veranstaltungsseite.
Project duration:
01.08.2026 – 31.12.2026
Project Status:
Ongoing
Project Sponsors:
Bezirksamt Altona







